SERC Schwenningen: Die Krise spitzt sich nach 1:4 gegen Straubing weiter zu
Die sportliche Talfahrt der Schwenninger Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga hält an. Am Sonntagabend unterlag der Tabellendreizehnte dem Straubing Tigers mit 1:4 und kassierte damit die zweite deutliche Niederlage in Folge. Besonders besorgniserregend war erneut die schwache Anfangsphase, die die Mannschaft von Trainer Steve Walker früh in Rückstand brachte.
Früher Rückstand belastet die Partie
Bereits nach dem 0:5 in Nürnberg hatte Geschäftsführer Stefan Wagner vor der Partie eindringlich gewarnt: „Wir dürfen nun nicht in Selbstmitleid zerfließen, sondern müssen uns auf dem Eis rauskämpfen.“ Doch die erhoffte Reaktion blieb im ersten Drittel aus. Straubing dominierte die Begegnung nach Belieben und führte nach 20 Minuten verdient mit 3:0.
Nicholas Halloran erzielte in Überzahl das 0:1 (7.). Das 0:2 durch Tylor Madden (9.) war umstritten, da Torhüter Simon Wolf eine Behinderung durch Stefan Loibl reklamierte. Auch beim 0:3 durch Jamieson Rees (10.) hätten die Referees auf eine Kickbewegung entscheiden können, taten dies nach Videostudium jedoch nicht. An der insgesamt desolaten Vorstellung der Hausherren änderte dies jedoch nichts.
Wenig Aufbäumen im Mittelabschnitt
Im zweiten Drittel blieb ein echtes Aufbäumen der Wild Wings aus. Ein Überzahlspiel zu Beginn blieb ohne Präzision, zudem musste Verteidiger Alex Trivellato nach einem Puckschuss ins Gesicht kurzzeitig vom Eis. Torhüter Simon Wolf hatte Glück, dass Skyler McKenzie nur den Pfosten traf. Schwenningens Stürmer Hakon Hänelt analysierte nach 40 Minuten ernüchtert: „Wir verlieren viel zu viele Zweikämpfe. Unsere Pässe kommen nicht an. Unsere Schüsse sind ungefährlich.“
Momentum im Schlussdrittel reicht nicht
Im letzten Abschnitt zeigten die Gastgeber immerhin eine Reaktion. Nachdem Spencer Kersten für Straubing auf der Linie gerettet hatte, erzielte Philip Feist nach Zuspiel von Mirko Höfflin den Anschlusstreffer zum 1:3 (43.). Die Hoffnung währte jedoch nur kurz: Linus Brandl stellte in der 49. Minute den alten Abstand wieder her. Reed Lebster gelang im 22. Überzahlspiel der Saison zwar der Treffer zum 1:4 (50.), der direkte Anschlusstreffer fiel trotz herausgenommenem Torhüter jedoch nicht mehr.
Trainer sieht Ansätze für die kommenden Aufgaben
Trainer Steve Walker zeigte sich nach der Partie um einen konstruktiven Blick bemüht: „Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, das Selbstvertrauen hat uns gefehlt. Aber im letzten Drittel haben wir gut gespielt. Darauf können wir absolut für die kommenden Partien aufbauen.“ Angesichts von nur einem Sieg aus den ersten fünf Saisonspielen bleibt der Druck auf die Mannschaft jedoch hoch.
Wie geht es für die Wild Wings weiter?
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Wild Wings die Trendwende schaffen. Die Defensivarbeit und die Effizienz im Abschluss müssen dringend verbessert werden, um den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle nicht zu verlieren. Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Spieltag.