Der dritte Fall für Lukas Geier startet: In „Der Geier - Blut und Zweifel“ ermittelt Philipp Hochmair ab dem 24. Oktober 2026 als ZDF-Kommissar in Bad Gastein, diesmal hinterher einem Mörder, der seine Opfer mit einer Armbrust tötet. Der Film ist bereits seit dem 24. Oktober in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Wie wa.de berichtet, wird in Bad Gastein eine Saisonkraft tot in den Bergen oberhalb des Kurortes aufgefunden. Die tote junge Frau arbeitete für die Hotelchefin Lara Schnee (Patricia Aulitzky), die Freundin des Ermittlers Lukas Geier. Für Geier trägt der Mord eine beunruhigend vertraute Handschrift: Er erinnert an eine nie aufgeklärte Bluttat aus dem früheren Umfeld von Martin Kogler (Robert Stadlober). Geier hatte dem früheren Chirurgen und heutigen Wanderführer eine neue Identität verschafft, mit der dieser sich in Bad Gastein ein neues Leben aufbauen konnte.
Der Fall: Armbrust-Mord und ein Verdacht
Als es zu einem zweiten Mord kommt, richtet sich der Verdacht der Ermittler um Franziska Conte (Julia Koch) zunehmend gegen Kogler. Geier will die Unschuld seines Schützlings beweisen und forscht auf eigene Faust weiter, immer einen Schritt vor oder hinter Kriminalinspektorin Conte her. Dabei muss er sich die Frage stellen, ob er damals den Falschen geschützt hat oder ob das eigentliche Motiv übersehen wurde.
Die Vorgeschichte der Reihe
Die ersten beiden Geier-Filme, „Die Tote mit dem falschen Leben“ (2024) und „Freund oder Feind“ (2025), erzielten Top-Quoten und erreichten jeweils fünf bis sechs Millionen Zuschauer. Beide beruhten auf den „Lago-Maggiore-Krimis“ von Andrea Di Stefano. Hinter dem Pseudonym verbergen sich die Brüder Andreas und Stephan Lebert. Weil der ZDF-Krimi eine Koproduktion mit dem österreichischen Fernsehen ist, wurde die Handlung vom norditalienischen See-Idyll in die Bergwelt des mondän-morbiden Kurortes Bad Gastein verlegt.
Da bislang erst zwei Lago-Maggiore-Krimis existieren, musste der dritte Film wie auch ein geplanter vierter mit dem Arbeitstitel „Schattengeld“ mit einem Original-Drehbuch entstehen. Timo Berndt schrieb es, Florian Baxmeyer führte Regie.
Ein Ermittler als Rockstar-Bohemien
Die größte Behauptung der Erfolgsreihe, gleichzeitig aber auch ihre Stärke, ist der schillernde Ermittler selbst. Lukas Geier erschuf früher als Polizist neue Leben für Verfolgte im Zeugenschutzprogramm und wandelte sich nach einem One-Hit-Wonder zum Rockstar-Bohemien. Noch im vollen Bühnen-Outfit fährt er von einer rauschenden Konzertnacht heim in seine einsame Berghütte, gerät in die Ermittlungen des Armbrust-Mordes und wird wegen seiner widerborstigen Nonchalance und düsteren Optik verhaftet.
Ein roter Faden der bisherigen Filme: Geier, Typ bindungsscheues „Manchild“ kurz vor der Midlife-Crisis, steht zwischen zwei attraktiven Frauen. Zum einen Ermittlerin Conte, die er erst durch die Fälle kennenlernte, zum anderen Hotel-Betreiberin Lara Schnee, mit der ihn eine lange Geschichte verbindet.
Kritische Einordnung: Stärken und Schwächen
Wer realistische Krimi-Settings und Figuren sucht, ist bei „Der Geier“ fehl am Platz. Alles ist auf Natur und schöne Bergbilder gebürstet, in denen sich Larger-than-Life-Charaktere durch einen psychologisch nur grob zusammengetackerten Plot bewegen. Die Stärke der Reihe ist Geiers Exaltiertheit, die Philipp Hochmair sichtlich Spaß bereitet. Auch die übrigen Rollen werden überzeugend gespielt, und die Bilder des Krimis sind von fotografisch hohem Wert (Kamera: Eva Testor). Wer mit den Schwächen des Formats leben kann, dürfte auch beim dritten Film viel Spaß haben.
FAQ
Wann ist „Der Geier - Blut und Zweifel“ verfügbar?
Der Film ist bereits ab dem 24. Oktober 2026 in der ZDF-Mediathek abrufbar.
Wer spielt die Hauptrolle im dritten Geier-Krimi?
Philipp Hochmair spielt den Ermittler Lukas Geier, Patricia Aulitzky die Hotelchefin Lara Schnee, Julia Koch die Kriminalinspektorin Franziska Conte und Robert Stadlober den Wanderführer Martin Kogler.
Worauf beruht die Reihe „Der Geier“?
Die ersten beiden Filme beruhten auf den „Lago-Maggiore-Krimis“ von Andrea Di Stefano, einem Pseudonym der Brüder Andreas und Stephan Lebert. Der dritte Film basiert auf einem Original-Drehbuch von Timo Berndt.
