Ukraine-Krieg: Tote bei Angriffen in Sumy und Belgorod
Bei russischen Angriffen auf die Region Sumy sind in der Nacht zwei Zivilisten getötet worden. Die Nationale Polizei der Ukraine bestätigte den Tod eines 75-jährigen Mannes und einer 72-jährigen Frau. Drei weitere Menschen wurden verletzt. Durch den Beschuss wurden mehrere Privathäuser, Gewerbeflächen und ein Getreidespeicher beschädigt.
Parallel dazu melden die russischen Behörden sechs Tote nach einem ukrainischen Raketenangriff auf die Grenzregion Belgorod. Der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew sprach auf Telegram von vier Verletzten, darunter ein 14-jähriges Kind.
Angriffe auf Hafen-Infrastruktur in Odessa
Die ukrainische Seite berichtet zudem von einem nächtlichen russischen Angriff auf die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der Region Odessa. Die Behörden teilten mit, dass Brände entstanden seien, die inzwischen gelöscht wurden. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau.
Schweiz unterstützt Restaurierung des Kiewer Höhlenklosters
Die Schweiz stellt der Ukraine 600.000 Schweizer Franken (rund 638.000 Euro) für die Erhaltung und Restaurierung des Kiewer Höhlenklosters Petscherska Lawra bereit. Das gab Jacques Gerber, Delegierter des Schweizer Bundesrats, bekannt. Das 975 Jahre alte Kloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und wurde Mitte Juni bei einem russischen Angriff beschädigt.
Bericht: Geheime russische Drohnenstützpunkte nahe der Nato-Grenze
Laut einem Bericht des „Telegraph“ hat Russland zehn geheime Stützpunkte nahe der ukrainischen und belarussischen Grenze errichtet. Diese verfügen über Abschussrampen für Langstreckendrohnen, die tief in Nato-Gebiet eingesetzt werden könnten. Einige Stützpunkte würden bereits für Angriffe auf die Ukraine genutzt, heißt es.
Entlassung nach Kritik: Ökonom prognostiziert Russlands Niederlage
Der prominente russische Ökonom Andrej Klepatsch hat seinen Job beim Staatsunternehmen VEB.RF verloren. Zuvor hatte er öffentlich erklärt, dass Russland den Abnutzungskrieg gegen die Ukraine nicht gewinnen könne und auf eine Krise zusteuere. Mehrere russische Medien berichten über die Entlassung des Chefökonomen.
Putin kündigt Ausbau der Kooperation mit Nordkorea an
Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea werde „in allen Sektoren“ fortgesetzt, kündigte Präsident Wladimir Putin an. Nordkorea hat sich zu einem bedeutenden militärischen Unterstützer Russlands entwickelt und liefert Truppen, Raketen und Artilleriemunition.
Ex-CIA-Chef warnt vor russischen Aktionen auf deutschem Boden
Der frühere US-Verteidigungsminister Leon Panetta warnt vor einer Ausweitung russischer Militäraktionen auf deutschem Boden. Putin reagiere auf Schwäche und teste systematisch die Verteidigungslinien der Nato, sagte Panetta der „Bild“-Zeitung. Die Nato müsse „äußerst wachsam sein“.
EU plant umfassende Sanktionsausweitung im Herbst
Die EU will ihre Sanktionen gegen Russland deutlich verschärfen. Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte an: „Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen.“ Die Zahl der sanktionierten Personen und Organisationen würde sich demnach um ein Drittel erhöhen.
Ukraine meldet gestohlene Kulturgüter bei Interpol
Rund 600 von Russland aus ukrainischen Museen gestohlene Objekte sind in der Interpol-Datenbank erfasst. Kulturministerin Tetjana Berezhna teilte mit, dass Russland Kulturgüter aus besetzten Museen nach Moskau oder St. Petersburg gebracht habe. Die Weltbank beziffert die kulturellen Schäden auf rund 22 Milliarden Euro.
Angriff auf Postfilialen in Kramatorsk und Odessa
Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Postfiliale in Kramatorsk wurde ein 19-jähriger Mitarbeiter getötet, sieben Zivilisten wurden verletzt. Laut Gouverneur Wadym Filashkin handelt es sich um eine Filiale des Dienstleisters Nova Poshta. Auch ein Lager im Großraum Odessa wurde angegriffen.
Proteste in Kiew für Rückkehr von Verteidigungsminister Fedorow
Mehrere Tausend Menschen haben in Kiew für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow demonstriert. Fedorow gilt als Architekt der ukrainischen Drohnenstrategie. Selenskyj soll ihm eine Position als Vize-Premier angeboten haben, Fedorow lehnte ab.
Ukrainische Drohnenstreitkräfte melden hohe Verluste auf russischer Seite
Der Kommandeur der ukrainischen Drohnensysteme, Robert „Madyar“ Browdi, meldet, dass seine Einheiten im August rund 5.000 russische Soldaten außer Gefecht gesetzt haben. Er warnt zugleich vor wachsenden Herausforderungen durch russische Raketen- und Jet-Drohnenangriffe.
Ukraine setzt britische Drohnen für Tiefschläge ein
Nach einem Bericht der „Times“ nutzt die Ukraine seit etwa sechs Monaten britische Drohnen für Angriffe im russischen Hinterland. Ziele seien unter anderem Ölraffinerien nahe Moskau. Ein hochrangiger ukrainischer Militärvertreter sprach von „erheblichen Erfolgen“ der britischen Systeme.
FAQ: Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg
Wie viele Menschen starben bei den jüngsten Angriffen?
Bei russischen Angriffen in der Region Sumy kamen zwei Zivilisten ums Leben. Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf Belgorod starben sechs Menschen.
Was plant die EU in Bezug auf Sanktionen?
Die EU will im Herbst eine umfassende Sanktionsliste vorlegen, die die Zahl der betroffenen russischen Personen und Organisationen um ein Drittel erhöhen würde.
Wie reagiert die Ukraine auf die Angriffe?
Die Ukraine setzt zunehmend Drohnen für Tiefschläge ein und meldet hohe Verluste auf russischer Seite. In Kiew protestieren Tausende für die Rückkehr des Verteidigungsministers.