Antisemitismus-Debatte in Berlin: Jüdische Stimmen zur Linken nach der Wahl
Nach dem Wahlerfolg der Linken in Berlin ist eine hitzige Debatte über Antisemitismus in der Partei entbrannt. Die Vorwürfe reichen von tolerierten Vorfällen bis hin zu einer Instrumentalisierung des Themas. Sechs jüdische Berlinerinnen und Berliner äußern sich differenziert: Sie fordern eine ernsthafte Auseinandersetzung, warnen aber auch vor pauschalen Kampagnen.
Wie bewerten jüdische Stimmen die Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Linke?
Die Diskussion um die Berliner Linke hat viele Facetten. Während einige die Partei für eine mangelnde Abgrenzung zu antisemitischen Vorfällen kritisieren, sehen andere eine gezielte Kampagne, die von rechten Akteuren befeuert werde. Die Positionen der jüdischen Communitys sind keineswegs einheitlich.
Vered Berman: Soziale Politik als Mittel gegen Judenhass
Die Sozialwissenschaftlerin und Friedensaktivistin Vered Berman zeigt sich besorgt über zunehmenden Antisemitismus, hat aber keine Angst vor einer rot-grün-roten Regierung. „Soziale Politik ist genau das, was Berlin braucht