Trevor Rees-Jones: Das Leben des einzigen Überlebenden von Prinzessin Dianas Unfall
Am 31. August 1997 starb Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris. Während Diana, ihr Freund Dodi Al-Fayed und der Fahrer Henri Paul den Unfall nicht überlebten, blieb der Bodyguard Trevor Rees-Jones als einziger Überlebender zurück. Fast 29 Jahre später führt er ein zurückgezogenes Leben in England.
Was geschah in der Nacht des Unfalls?
Diana, damals 36 Jahre alt, und Dodi Al-Fayed, 42, starben noch an der Unfallstelle im Tunnel der Pont de l'Alma. Der Fahrer Henri Paul, 41, kam ebenfalls ums Leben. Trevor Rees-Jones, damals Leibwächter von Al-Fayed, überlebte schwer verletzt. Er erlitt eine schwere Kopfverletzung und kann sich bis heute kaum an die Details des Unfalls erinnern.
Wie schwer war Trevor Rees-Jones verletzt?
Rees-Jones lag mehrere Wochen im Krankenhaus, davon zehn Tage im künstlichen Koma. Zahlreiche Knochen in seinem Gesicht waren gebrochen oder zerschmettert. Ein französischer Kieferchirurg rekonstruierte sein Gesicht anhand von Familienfotos. Dabei verwendeten die Ärzte etwa 150 Titanstücke. Innerhalb eines Jahres war von den Verletzungen äußerlich kaum noch etwas zu sehen.
Wie ging es nach dem Krankenhausaufenthalt weiter?
Anfang Oktober 1997 verließ Rees-Jones die Klinik in Paris und kehrte nach Großbritannien zurück. Zunächst konnte er sich nur durch Flüstern und Schreiben verständigen. Im Mai 1998 beendete er seine Arbeit als Bodyguard und zog ins westenglische Shropshire zu seiner Familie. Dort arbeitete er zeitweise in einem familiengeführten Sportbekleidungsgeschäft.
Im Jahr 2000 veröffentlichte Rees-Jones mit Hilfe einer Ghostwriterin das Buch „The Bodyguard's Story: Diana, the Crash, and the Sole Survivor“. Damit wollte er Verschwörungstheorien rund um den Unfall entgegentreten. In dem Buch erklärte er, dass er sich kaum an den Unfall erinnern könne.
Was machte Trevor Rees-Jones nach dem Buch?
Medienberichten zufolge nahm Rees-Jones mit dem Buch umgerechnet mehr als eine Million Euro ein. Einen Großteil davon soll er jedoch für Anwaltskosten ausgegeben haben, nachdem er in England und Frankreich in mehrere Gerichtsverfahren mit der Familie Al-Fayed verwickelt war.
2003 heiratete er laut britischen Medien ein zweites Mal. Der ehemalige Soldat wurde 1968 in Deutschland als Sohn eines britischen Armee-Arztes und einer Krankenschwester geboren und verbrachte seine ersten zehn Lebensjahre dort. Inzwischen hat er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Wo arbeitet Trevor Rees-Jones heute?
Wie die britische „Daily Mail“ im Juni 2021 berichtete, arbeitet Rees-Jones als Sicherheitschef bei einem großen Pharmaunternehmen. Zuvor war er unter anderem für die Vereinten Nationen und eine US-amerikanische Ölgesellschaft tätig.
Wie blickt Trevor Rees-Jones auf den Unfall zurück?
Laut „The Sun“ lebt Rees-Jones heute mit seiner Frau und zwei Kindern zurückgezogen in England. Eine anonyme Quelle beschrieb sein Leben als „friedlich“ und „ruhig“. Über den Unfall spricht er kaum noch.
Gegenüber der „Irish Times“ sagte er einst: „Ich betrachte es einfach als einen vermeidbaren Unfall. Dass Henri Paul einen Fehler begangen hat, als er sich ans Steuer setzte, obwohl er wusste, dass er getrunken hatte. Dass er weder uns noch Dodi mitgeteilt hat, dass er nicht fahrtüchtig war. Das war der Fehler. Ich habe das Ergebnis akzeptiert. Es war ein Unfall unter Alkoholeinfluss, verursacht durch überhöhte Geschwindigkeit. Und genau das war es.“