Der SSV Ehingen-Süd hat am zwölften Spieltag der Fußball-Landesliga Württemberg seinen zwölften Sieg errungen. Beim SV Mietingen gewann die Mannschaft von Trainer Florian Treske am Samstag mit 1:0 (0:0) und baute damit eine Serie aus, die es in der Landesliga bislang nicht gegeben hat. Den Treffer des Tages erzielte Torjäger Simon Dilger in der 71. Minute.
Mietingens Trainer Philipp Lang sprach nach der Partie von einer klaren Hierarchie in der Liga. „Gratulation an die Mannschaft und den Trainer. Wir haben heute den kommenden Landesligameister gesehen“, sagte Lang.
Dominante erste Halbzeit ohne Tor
Vor knapp 800 Zuschauern brauchte der Gastgeber mehr als eine halbe Stunde, um in die Partie zu finden. Mietingen agierte zu zaghaft, zeigte zu wenig Mut im Spiel nach vorn und verlor die Bälle zu schnell. Ehingen-Süd nutzte diese Schwäche, um seine spielerische Überlegenheit zu entfalten, verpasste es aber, noch vor der Pause in Führung zu gehen. Die herausgespielten Chancen wurden leichtfertig vergeben.
„Wir haben heute den Sieg ein Stückle mehr verdient aufgrund der dominanten ersten Halbzeit“, sagte Treske. Die Entscheidung fiel dann in der 71. Minute, als sich Robin Biesinger am linken Flügel durchsetzte und Simon Dilger am richtigen Ort stand. Für den Ehinger Torjäger war es der 13. Saisontreffer.
Der Sieg festigt die Ausnahmestellung des SSV Ehingen-Süd in der Liga. Zwölf Spiele, zwölf Siege: Diese Bilanz setzt die Konkurrenz unter Druck, noch bevor die Rückrunde begonnen hat. Für Mietingen ist die Niederlage dagegen ein Dämpfer im Kampf um die oberen Plätze.
Ummendorf beendet Durststrecke
Am anderen Ende der Tabelle hat der TSV Ummendorf seine lange Sieglosigkeit beendet. Beim TSV Heimenkirch gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Wiest mit 3:2 (0:1). Es war der erste Sieg seit dem 30. August. „Die Erleichterung ist riesengroß. Das waren drei Big Points“, sagte Wiest. „Meine Jungs haben eine richtig gute zweite Halbzeit gespielt und haben sich endlich auch mal belohnen können nach der langen Durststrecke.“
Vor 200 Zuschauern sahen die Zuschauer ein kampfbetontes Kellerduell. Jens Berger brachte Heimenkirch in der 7. Minute per Kopf nach einer Ecke in Führung. Nach dem Seitenwechsel glich Julian Kloos in der 65. Minute ebenfalls per Kopf aus. Nur zwei Minuten später schloss Berger einen Konter zum 2:1 ab, nachdem Heimenkirch einen Eckball der Gäste abgefangen hatte.
Ummendorf ließ sich davon nicht beirren. Nach einem Einwurf köpfte Jonathan Hummler den Ball an den Pfosten, Benedikt Grickscheit staubte in der 68. Minute zum 2:2 ab. In der 80. Minute scheiterte Hummler aus zehn Metern an Heimenkirchs Torhüter Sven Kimmerle, traf aber in der Nachspielzeit (90.+1) nach einem langen Einwurf von Jona Winkler zum viel umjubelten 3:2.
Blaubeuren setzt sich im Spektakel durch
Ein torreiches Spiel gab es in Blaubeuren, wo der FC Blaubeuren den FV Olympia Laupheim mit 4:2 (1:0) besiegte. „Die Mannschaft hat ein besseres Gesicht gezeigt als zuletzt. Einsatz und Kampfbereitschaft waren da. Letztlich haben individuelle Fehler zur Niederlage geführt, die ersten zwei Gegentore haben wir quasi hergeschenkt. Wir sind alle sehr enttäuscht“, bilanzierte Olympia-Teammanager Andreas Spann.
In einer von Beginn an kampfbetonten Partie lenkte FCB-Keeper Milos Randelovic einen Fernschuss von Philip Jelica (23.) an den Pfosten. Dann vertändelte Stephan Strähle den Ball vor dem Strafraum, Adama Jarju (35.) markierte das 1:0. Kyrylo Yermoshenko (55.) bestrafte einen Fehler von Olympia-Keeper Christian Hafner zum 2:0. Kurz darauf verwandelte Strähle (61.) einen an Marco Stöhr verwirkten Elfmeter zum 1:2. Marco Stöhr (75.) schloss einen Konter zum 2:2 ab.
Postwendend fiel das 3:2 durch Jarju (78.), nachdem Hafner den Ball nach einer Ecke nicht hatte klären können. Danach drückte Laupheim auf den Ausgleich. Keeper Hafner rückte bei einem Freistoß mit auf, der FCB fing die Kugel ab und Szymon Goluch (90.+4) lochte zum 4:2 ein.
Ein Spieltag der späten Entscheidungen
Der zwölfte Spieltag bot gleich mehrere Partien, die erst in der Schlussphase entschieden wurden. Wie der
