RuhrtalRadweg: Nachhaltig radeln und regional genießen
Lokale Produzenten und ökologische Mobilität an der Ruhr
Die WDR-Serie „Lecker an Bord“ hat gezeigt, wie regionale Wertschöpfung und kulinarische Entdeckungen entlang heimischer Gewässer funktionieren. Spitzenköche besuchen dabei lokale Erzeuger und bereiten deren Produkte auf Hausbooten zu. Dieses Konzept lässt sich hervorragend auf den Fahrradsattel übertragen. Der RuhrtalRadweg von der Quelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie umweltfreundliche Mobilität und die Förderung regionaler Gastronomie Hand in Hand gehen. In sechs Etappen lässt sich die Transformation der Flusslandschaft erleben, von naturnahen Schutzgebieten bis zu industriellen Erbe.
1. Etappe: Winterberg nach Meschede
Der Startpunkt an der Ruhrquelle markiert den Beginn der Route. Durch Niedersfeld und Wiemeringhausen geht es in das Rosendorf Assinghausen. Anschließend durchquert die Strecke das Naturschutzgebiet Ruhrtal bis nach Olsberg. Hier bietet der „Platzhirsch“ eine erste Rastmöglichkeit. Über Bestwig, Velmede und Wehrstapel erreichen Radfahrende Meschede mit der historischen Walburga-Kirche. Die Ruhrterrasse im „Schröjahrs Café und Bistro“ bietet regionale Produkte wie Toasties und Wraps. Der Rückweg führt über Wehrstapel nach Dümel, wo der „Gasthof Ernst Hester“ mit regionalen Biersorten wie dem Grevensteiner Landbier aufwartet. In Winterberg überzeugt im „Restaurant Wanderlust“ Koch Marcel Beine mit moderner deutscher Küche und Überraschungsmenüs.
2. Etappe: Meschede nach Wickede
Die Route führt über Bockum nach Oeventrop, wo das „Stellwerk“ als Rastpunkt dient, und weiter durch Rumbeck in die historische Altstadt von Arnsberg. Der Gasthof „Zum Alten Schloß“ lädt dort zu einer Pause ein. Durch Neheim und die Ruhraue geht es nach Hönningen und über Waltringen nach Wickede. „Rohrbachs Biergarten“ belohnt mit Ausblick und regionaler Küche. Auf dem Rückweg über Echthausen und Hüsten lohnt sich ein Stopp bei den „Braubrüder Arnsberg“, die auf handwerkliches Brauen setzen. Über Rumbeck, Oeventrop und Freienohl erreicht man Olpe mit dem „Durstigen Imker“. Die Etappe endet in Meschede im „von Korff’s Restaurant“.
3. Etappe: Wickede nach Herdecke
Von der „Niehaves Westfalenbäckerei“ aus geht es über Fröndenberg, dem sogenannten Tor zum Ruhrgebiet, und Langschede nach Holzwickede. Das „Restaurant Heinrich’s“ bietet sich für eine Kaffeepause an. Über Schwerte und Westhofen erreichen Radfahrende den Natur-Biergarten „Zur Lennemündung“ und den Hengsteysee. Am „Strandhaus“ lässt sich die Aussicht genießen, bevor es zum Gourmet-Restaurant „Bonsmann’s Hof“ hinaufgeht. Die Rückroute verläuft durch den alten Ruhrgraben nach Ergste und Villigst zum „Gut Lenninghausen“ mit der Brennerei Bimberg. Im „Dahlhauser Landhaus“ gibt es eine weitere Kaffeepause, bevor über Halingen, Bosperde und Barge wieder Wickede erreicht wird. Das Hotel-Restaurant „Haus Gerbens“ besticht durch seine Lage über dem Ruhrtal und exzellente Küche.
4. Etappe: Herdecke nach Hattingen
Start ist am „Bistro Bootshaus“. Nach der Überquerung der Brücke erreichen Radfahrende Oberwengern, Wengern und Bommern mit dem Schloss Steinhausen und der früheren Zeche Nachtigall, einem Zeugnis industrieller Geschichte. Über die Brücke nach Witten und durch Herbede führt die Strecke an den Ökologischen Lehr- und Musterpark, der Umweltbildung und Erholung verbindet. In Hattingen wartet die historische Altstadt. Auf der historischen Wasserburg „Haus Kemnade“ am Kemnader See servieren Georg Kachel und Matthias Hoffmann traditionelle westfälische Gerichte. Der Rückweg führt über Bochum-Süd nach Witten ins Tapas-Restaurant „Picasso im Ruhrblick“ und weiter nach Herdecke ins „Café Extrablatt“.
5. Etappe: Hattingen nach Essen
Die historische Getreidemühle „Birschel Mühle“ ist der Auftakt. Betreiberin Sabine Rottschy führt hier ein Hotel-Café mit eigener Backstube. Am Ruhrwehr und der Burg Isenberg vorbei geht es über Überruhr zum Naturpark am Spillenburger Wehr. Am Baldeneysee in Essen, umgeben von industriekultureller Geschichte wie der Villa Hügel, bietet das „LUJO Seecafé & Restaurant“ mediterrane Küche der Familie Ekinci. Der Rückweg verläuft über Bredeney, Heisingen und Steele mit einer Pause in der „Bar Celona“ bis nach Dahlhausen zum Erbstollen Glückssonne. Idyllisch am Ruhrwehr liegt das Hotel-Restaurant „Landhaus Grum“, das regionaltypische Gerichte wie die Landhauspfanne anbietet.
6. Etappe: Essen nach Duisburg
Die finale Etappe beginnt am Baldeneysee. Am „Landhaus Rutherbach“ vorbei geht es nach Kettwig mit seiner historischen Altstadt. Über Menden erreicht man Mülheim an der Ruhr. Am Wasserbahnhof bietet das „Eiscafé Plati“ eine willkommene Pause. In Styrum erinnert der historische Wasserturm Aquarius an die Infrastruktur der Region. Am Ruhrstadion vorbei führt der Weg über den Ruhrdeich direkt zur Mündung in den Rhein. Das Monument „rheinorange“ markiert den Endpunkt. Ein abschließendes Mittagessen im Innenhafen im „König Pilsener Wirtshaus“ rundet die Tour ab. Die Rückfahrt geht über Broich und die Eisvogel-Brücke ins Naturschutzgebiet Saarn-Mendener-Ruhraue, ein wichtiger Rückzugsraum für die lokale Flora und Fauna, bevor es über Kettwig zurück zum Baldeneysee geht.