Iran: Dreiköpfiges Übergangsgremium übernimmt nach Chameneis Tod
Nach der Bestätigung des Todes von Ajatollah Ali Chamenei durch US-Präsident Donald Trump hat ein dreiköpfiges Übergangsgremium die Führung des Iran übernommen. Dem Gremium gehören Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie ein Vertreter des Wächterrats an, wie iranische Nachrichtenagenturen bestätigten.
Ungewisse Nachfolge inmitten militärischer Eskalation
Das Trio soll die Regierungsgeschäfte führen, bis der Expertenrat aus 88 hochrangigen Geistlichen einen neuen Religionsführer benennt. Die Nachfolge bleibt jedoch ungeklärt. Chameneis Sohn Modschtaba galt als möglicher Kandidat, trat aber bislang kaum öffentlich in Erscheinung.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten nach Chameneis Tod massive Vergeltungsschläge gegen Israel und US-Stützpunkte in der Region an. Bereits in der Nacht setzte der Iran seine Angriffe fort und beschoss israelische Ziele sowie amerikanische Stellungen.
Massive Luftangriffe auf iranische Ziele
Bei den gemeinsamen israelisch-amerikanischen Angriffen wurden nach israelischen Angaben führende iranische Militärvertreter getötet, darunter der Kommandeur der Revolutionsgarden Mohammed Pakpur und Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh. Der hochgesicherte Amtssitz Chameneis in Teheran wurde vollständig zerstört.
Iranische Medien berichten von 201 Toten und 747 Verletzten bei Angriffen auf 24 Provinzen. Bei einem Raketenangriff auf eine Mädchenschule in Minab kamen laut iranischem Staatsrundfunk mindestens 85 Schülerinnen ums Leben. Diese Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Internationale Reaktionen und Reisewarnungen
Bundeskanzler Friedrich Merz forderte den Iran zu einem sofortigen Ende der Militärangriffe auf. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die gesamte Region. Die Lufthansa strich alle Flüge nach Tel Aviv, Teheran, Beirut, Amman und Erbil bis zum 7. März.
In Teheran brach nach der Bestätigung von Chameneis Tod spontan Jubel aus. Bewohner berichteten von Menschen, die aus den Fenstern schrien und Hupkonzerte auf den Straßen. Der Religionsführer hatte das Land jahrzehntelang mit harter Hand regiert und Proteste gewaltsam niederschlagen lassen.
Die iranische Regierung rief 40 Tage Staatstrauer und sieben Feiertage aus, während die Revolutionsgarden weitere militärische Eskalation androhen.