G9-Abitur in St. Ottilien: Vom Versuchskaninchen zum Erfolg
Der erste G9-Abiturjahrgang am Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien hat die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang mit einem Notendurchschnitt von 2,05 bestätigt. 75 Prüfungskandidaten schlossen ihr Abitur ab, über die Hälfte davon mit einer Eins vor dem Komma. Drei Schülerinnen und Schüler erreichten die Bestnote 1,0. Die Ergebnisse stützen die Argumente derjenigen, die den Wechsel zurück zum G9 gefordert haben, und widerlegen die Behauptung, Leistung und Gemeinwohlorientierung schlössen sich aus.
Was bedeutet der G9-Jahrgang für die Bildungspolitik in Bayern?
Die jetzigen Abiturienten wurden nach der Corona-Pandemie zum Versuchskaninchen der Bildungspolitik, wie die Schülersprecher in ihrer Ansprache formulierten. Ohne angepasste Schulbücher, ohne ausreichende Vorbereitung der Schulen auf die Reform. Das Kultusministerium, seinerzeit unter konservativer Führung, hatte die Umstellung mit unzureichender Begleitung durchgesetzt. Schulleiter Andreas Walch bilanzierte dennoch positiv: