Bahnstrecke bei Krefeld: Zwei Kilometer langer Böschungsbrand legt Verkehr lahm
Ein ausgedehnter Böschungsbrand zwischen Krefeld und Neuss hat den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv beeinträchtigt. Die Strecke bleibt nach Angaben der Behörden vorerst gesperrt, während Fachleute die Schäden an der Trasse prüfen. Betroffen sind mehrere Linien des Nahverkehrs, für Pendler wurden Ersatzbusse eingerichtet.
Was ist am Brandort zwischen Meerbusch und Krefeld passiert?
Der Brand war am Mittwochabend (12. August) entlang der Bahnstrecke zwischen Meerbusch und Krefeld ausgebrochen. Die Feuerwehr Meerbusch kämpfte bis in die Nacht gegen die Flammen, die sich über eine Länge von rund zwei Kilometern erstreckten. Begünstigt durch die anhaltende Trockenheit brannten vereinzelt bereits gelöschte Stellen erneut auf.
Die Einsatzkräfte verhinderten nach eigenen Angaben, dass das Feuer auf angrenzende Wälder und Wohnsiedlungen übergriff. Allerdings wurden die Bahntrasse sowie mehrere Kabelkästen durch die Flammen beschädigt. Die Löscharbeiten wurden durch Drohnen und einen Polizeihubschrauber aus der Luft unterstützt. Neben der Feuerwehr Meerbusch waren auch Kräfte aus Krefeld, Dormagen und Willich im Einsatz.
Welche Bahnlinien sind von den Sperrungen betroffen?
Nach Angaben von Zuginfo.NRW sind die Linien RE 7, RE 10 und RB 37 von den Einschränkungen betroffen. Zwischen Krefeld und Düsseldorf verkehren Ersatzbusse. Bereits am Mittwochabend waren die Linien RE 42 und RB 33 stark beeinträchtigt: Der RE 42 aus Richtung Gelsenkirchen endet demnach vorerst in Krefeld-Uerdingen, zwischen Krefeld-Uerdingen und Mönchengladbach fallen die Züge aus.
Bei der RB 33 enden Züge aus Aachen bereits in Krefeld, während Züge aus Richtung Essen-Steele nur bis Rheinhausen fahren. Zwischen Krefeld und Rheinhausen kommt es daher zu Teilausfällen. Für die Linien RE 7, RE 10, RB 35 und RB 37 gibt es laut Zuginfo.NRW derzeit keine feste Lösung, einzelne Fahrten können kurzfristig geändert werden.
Wie ist die Lage am Donnerstagmorgen?
Am Donnerstagmorgen (13. August) um 8.54 Uhr meldete die Feuerwehr, dass der Brand gelöscht sei. Die Bahnstrecke bleibt jedoch weiterhin gesperrt, da Fachleute mögliche Schäden an der Trasse prüfen. Von dieser Prüfung hängt ab, wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden kann. Die Feuerwehr vermutet als Brandursache Funkenflug eines Güterzugs.
Ein Zug mit rund 120 Fahrgästen musste bei Kaarst evakuiert werden. Nach Angaben der Einsatzkräfte bestand für die Passagiere zu keinem Zeitpunkt Gefahr.
Welche Alternativen haben Pendler?
Als Ersatz verkehren mehrere Busse, unter anderem zwischen Mönchengladbach und Duisburg sowie zwischen Krefeld und Neuss. Reisende sollten wegen der Umwege mehr Zeit einplanen und ihre Verbindung vor Fahrtantritt online prüfen sowie auf Durchsagen am Bahnhof achten, wird auf Zuginfo.NRW betont.
Die Feuerwehr rechnet nach eigenen Angaben mit längeren Löscharbeiten, die Dauer der Streckensperrung bleibt unklar. Die Behörden empfehlen Pendlern, sich vor der Fahrt über die aktuellen Verbindungen zu informieren.