Pfarrer Geilhufe: Warum viele Ostdeutsche der AfD zuneigen
Der sächsische Pfarrer Justus Geilhufe sieht in der AfD-Stärke in Ostdeutschland eine Folge jahrzehntelanger DDR-Prägung. Der 36-Jährige, der als Influencer-Pfarrer bekannt wurde, kritisiert das Wahlverhalten seiner Landsleute und ruft die Kirchen zu mehr Widerspruch auf.
Ein Pfarrer zwischen Tradition und Moderne
Justus Geilhufe, geboren ein Jahr nach dem Mauerfall, ist Pfarrer der Kirchgemeinde am Dom in Freiberg. Seit 2024 ist er zusätzlich für missionarische Aufgaben in der sächsischen Landeskirche zuständig. Der promovierte Theologe studierte in Jena, Princeton, Leipzig und München. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern im Pfarrhaus von Großschirma.
Geilhufe verbindet traditionelle Frömmigkeit mit digitaler Verkündigung. Auf Instagram folgen ihm rund 27.000 Menschen. Er zeigt dort Gottesdienste, Alltagsszenen und seinen Hühnerstall. „Ich glaube, diese Normalität ist es, nach der die Menschen Sehnsucht haben