DFB-Pokal: Köln zittert sich weiter, HSV souverän in Runde zwei
Der 1. FC Köln hat sich am Montagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten Würzburger Kickers mit 2:1 (0:1) durchgesetzt, musste dabei aber lange um den Einzug in die zweite Runde bangen. Der Hamburger SV hingegen löste seine Aufgabe beim SC Verl mit einem ungefährdeten 3:0 (1:0) und steht zum sechsten Mal in Folge in Runde zwei.
Köln müht sich in Würzburg: Früher Rückstand, späte Wende
Die Mannschaft von Trainer René Wagner tat sich über weite Strecken schwer und bot über 60 Minuten eine enttäuschende Vorstellung. Bereits in der 18. Minute brachte David Abrangao die Gastgeber in Führung, als er einen hohen Ball über Kölns Torhüter Marvin Schwäbe hinweg ins Tor köpfte. Zuvor hatte Ragnar Ache (8.) per Kopf die große Chance zur frühen Führung vergeben, scheiterte jedoch an Kickers-Schlussmann Marko Rajkovacic.
In der Folge fand der FC kaum Mittel gegen die aufmerksame Defensive des Drittligisten. Der Ausgleich fiel erst in der 62. Minute, als Isak Johannesson nach einem Fehler von Ache, der über den Ball trat, im Strafraum frei zum Schuss kam. Der Isländer traf kurz darauf erneut, sein Treffer wurde jedoch wegen Abseits aberkannt. In der Schlussphase schwanden die Kräfte der Würzburger, und Johannesson nutzte dies in der 77. Minute nach Vorlage des eingewechselten Linton Maina zur Führung. Kurz vor dem Abpfiff traf Liam Omore (90.+3) nur den Pfosten.
Jungstar Said El Mala, der seinen Vertrag beim FC nach langem Hin und Her verlängert hatte, blieb unauffällig. Fünf Tage vor dem Ligaauftakt gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) offenbarte der FC erheblichen Abstimmungsbedarf.
HSV souverän in Verl: Grönbaek und Lemke ebnen den Weg
Der Hamburger SV zeigte beim 3:0-Sieg gegen den SC Verl eine abgeklärte Leistung, auch wenn die erste Halbzeit lange zäh war. Die ersten Offensivaktionen gehörten dem Außenseiter, dessen Distanzschuss von Mika Clausen (13.) nur knapp das Ziel verfehlte. Der HSV benötigte bis zur 31. Minute für den ersten Torschuss, ehe Albert Grönbaek (41.) allein vor Verl-Keeper Timo Schliek die Nerven behielt und zur Führung traf.
Direkt nach der Pause erhöhte der Däne (46.) nach einem Dribbling über die linke Seite, ehe der erst 16-jährige Louis Lemke (50.) mit seinem Treffer für klare Verhältnisse sorgte. Die Norddeutschen verwalteten die Führung anschließend ohne größere Probleme. Trainer Merlin Polzin hatte mit Sebastiaan Bornauw, Martin Adeline und Patson Daka gleich drei Neuzugänge in der Startelf aufgeboten. In Gedenken an den verstorbenen Vereinsmäzen Klaus-Michael Kühne liefen die HSV-Profis mit Trauerflor auf.
Die Auslosung der zweiten Runde findet am 5. September statt, gespielt wird am 27. und 28. Oktober.