Handball-Bezirksoberliga: Rotenburg und Werra/Landeck starten mit Derby und Topspiel
Am Wochenende beginnt die Handballsaison in der Bezirksoberliga der Männer. Die TG Rotenburg empfängt zum Auftakt den TSV Eintracht Böddiger, während die HSG Werra/Landeck zum Derby beim TV Hersfeld II antreten muss. Beide Partien versprechen Spannung und könnten früh richtungweisend sein.
TG Rotenburg: Neuer Trainer, ambitionierte Ziele
Die TG Rotenburg, Tabellendritter der Vorsaison, trifft am Samstag um 17.30 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle auf den TSV Eintracht Böddiger, der die Spielzeit auf Rang vier beendete. Die Duelle der beiden Teams waren im Vorjahr hart umkämpft: Böddiger gewann knapp in Rotenburg, die TGR setzte sich im Rückspiel deutlicher durch. Nun beginnt für beide eine neue Saison mit veränderten Vorzeichen.
Mit Tomislav Balic steht ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie der TGR. Er möchte die Mannschaft weiterentwickeln und perspektivisch in die Oberliga führen. Balic setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Die Routiniers Niklas und Julian Fischer, Lukas Günther und Dusan Bozoljac sollen als Vorbilder vorangehen. Gleichzeitig sollen ehemalige Jugendspieler für Tempo und frische Energie sorgen. „Um Geschwindigkeit auf die Platte zu bringen, brauchen wir diese neue Kraft und Energie“, sagt Balic. „Sie werden die Erfahrenen pushen, noch mehr Gas zu geben.“
Besonders das Potenzial des Nachwuchses habe ihn bei seiner Rückkehr gereizt. „Sie haben interessantes Potenzial und Talent. Ich habe Bock, die Jungs weiterzuentwickeln“, so der Trainer. In der Vorbereitung machte vor allem Max Bussmann auf sich aufmerksam. Auch Födor Putivtsev, Noah Kesten und Tom Balk zeigten gute Ansätze. Balic warnt jedoch vor überhöhten Erwartungen: „Viele Jungs schaffen den Übergang in den Seniorenbereich nicht gleich.“ Entscheidend sei, ihnen Zeit zu geben. „Sie haben alle einen guten Charakter. Es ist unsere wertvolle Zukunft.“
Der Kader umfasst 25 Spieler. Im Tor verstärkt Jan Olbricht, der von der HSG Waldhessen wechselte, das Team. Balic zeigt sich zuversichtlich: „Wir haben eine richtig gute Mannschaft.“ Die Vorbereitung seit Mitte Juli stimmt ihn optimistisch. „Ich bin sehr zufrieden, und das sage ich nicht so oft“, betont er. Taktisch hat Balic mehrere Deckungsvarianten einstudieren lassen, darunter eine 6:0- und eine 5:1-Abwehr. Nach Ballgewinnen soll das Spiel schnell nach vorn gehen. „Mein Anspruch ist es, jede Mannschaft in der Liga überrennen zu wollen“, sagt Balic. Gleichzeitig fordert er Konzentration und technische Disziplin: „Mit Kopf spielen und eine aggressive, dichte Deckung stellen.“
HSG Werra/Landeck: Neustart nach schwacher Vorsaison
Die HSG Werra/Landeck will nach dem enttäuschenden zehnten Tabellenplatz der Vorsaison mit neuem Trainer im oberen Mittelfeld landen. Michael Drob, bisher in der Jugendarbeit der Spielgemeinschaft aktiv, übernimmt die Mannschaft. Der Kader bleibt nahezu unverändert, ergänzt durch zwei Jugendspieler.
Die Vorzeichen sind besser als im Vorjahr: Zwei Vorbereitungsspiele gewann Werra/Landeck und geht daher gestärkt in das Derby beim TV Hersfeld II. Das Spiel findet am Samstag um 16.30 Uhr in der Bad Hersfelder Geistalhalle statt. Die Gäste gelten als Außenseiter, hoffen aber auf einen Überraschungscoup. „Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, sagt Drob. Der TV Hersfeld II, trainiert von Jan-Uwe Berz und René Hermann, hat sich indes das Ziel gesetzt, unter die Top drei zu kommen.
Fragen und Antworten zum Saisonstart
Wann spielt die TG Rotenburg zum Auftakt?
Die TG Rotenburg empfängt den TSV Eintracht Böddiger am Samstag um 17.30 Uhr in der Rotenburger Großsporthalle.
Wer ist der neue Trainer der TG Rotenburg?
Tomislav Balic trainiert die TG Rotenburg. Er möchte die Mannschaft zurück in die Oberliga führen.
Wo spielt die HSG Werra/Landeck am ersten Spieltag?
Die HSG Werra/Landeck tritt am Samstag um 16.30 Uhr beim TV Hersfeld II in der Bad Hersfelder Geistalhalle an.
Wie ist die Ausgangslage der HSG Werra/Landeck?
Nach Platz zehn in der Vorsaison will die HSG mit neuem Trainer und nahezu unverändertem Kader im oberen Mittelfeld mitspielen.