Ukraine-Krieg: Selenskyj kündigt Treffen mit Trump an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump angekündigt. Dies teilte er über soziale Medien mit, nachdem er dies mit dem amerikanischen Staatsoberhaupt vereinbart habe. Dem geplanten Treffen gingen wochenlange diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges mit Russland voraus.
"Vieles kann noch vor dem neuen Jahr entschieden werden", schrieb Selenskyj. Medienberichten zufolge könnte der ukrainische Präsident bereits am 28. Dezember nach Mar-a-Lago in Florida reisen, um mit der US-Führung zu sprechen.
Positive Bewertung der Friedensgespräche
Selenskyj bewertete ein fast einstündiges Telefonat mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner am Donnerstag positiv. Das Gespräch habe "neue Ideen in Bezug auf Formate, Treffen und den Zeitplan für die Herbeiführung eines echten Friedens" gebracht. Er bat die Gesandten, Weihnachtsgrüße an Trump "und die gesamte Familie Trump" zu übermitteln.
Aktuelle Entwicklungen im Kriegsgeschehen
Parallel zu den diplomatischen Bemühungen gehen die Kampfhandlungen weiter. Der Brand im russischen Hafen Temrjuk am Asowschen Meer, der nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen war, konnte einem lokalen Krisenstab zufolge gelöscht werden. Die Flammen hatten eine Fläche von etwa 2000 Quadratmetern erfasst.
Russische Truppen führten unterdessen Luftangriffe auf die Region Saporischschja durch, bei denen vier Menschen verletzt wurden, darunter drei Frauen und ein 71-jähriger Mann.
Internationale Reaktionen
US-Senatoren beider Parteien verurteilten die russischen Weihnachtsangriffe auf ukrainische Zivilisten scharf. "Putin ist ein skrupelloser Mörder, der kein Interesse an Frieden hat", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.
Die russische Wirtschaftsexpertin Alexandra Prokopenko, die nach Beginn der Invasion Russland verließ, sieht eine Veränderung innerhalb der russischen Regierungskräfte als wesentlichen Faktor für den Angriffskrieg. Es gebe "niemanden mehr, der sich Putin widersetzen konnte".
Repressionen gegen Medien
Die russische Staatsanwaltschaft fordert für die Verlegerin des kremlkritischen Portals "Meduza", Galina Timchenko, eine fünfjährige Haftstrafe wegen der Führung einer "unerwünschten" Organisation. Dies zeigt die zunehmende Repression gegen unabhängige Berichterstattung in Russland seit der Vollinvasion.