Integrative Bildungsangebote im Fokus: Weiterführende Schulen präsentieren sich Viertklässlern
Die Zeit der Schulwahl hat begonnen. Bis März müssen Viertklässler und ihre Familien eine wichtige Entscheidung für ihren weiteren Bildungsweg treffen. Die weiterführenden Schulen rund um Eschwege öffnen ihre Türen und präsentieren ihre pädagogischen Konzepte, wobei integrative und chancengerechte Bildungsansätze im Mittelpunkt stehen.
Anne-Frank-Schule: Inklusive Gesamtschulbildung als Vorreiter
Den Auftakt machte am Samstag, 7. Februar, die Anne-Frank-Schule, die einzige integrierte Gesamtschule im Werra-Meißner-Kreis. An den Standorten Eschwege (10 bis 13 Uhr) und Wanfried (11 bis 14 Uhr) stellte sie ihr Konzept des gemeinsamen und individuellen Lernens vor.
Das Bildungsangebot der Schule zeigt exemplarisch, wie moderne Pädagogik unterschiedliche Begabungen und Lernbedürfnisse berücksichtigt. Besonders hervorzuheben sind die innovativen Lernkonzepte, etwa im Fach Englisch, die bereits ab Klasse 5 eigenverantwortliches und kompetenzorientiertes Arbeiten in digitalen Lernumgebungen fördern.
Für die jungen Besucher standen zahlreiche Mitmachangebote bereit: naturwissenschaftliche Experimente, Spiel- und Bewegungsangebote sowie digitale Lernformate an schuleigenen Tablets. Kulturelle Darbietungen von Solistinnen, Tanzgruppen und Orchestern rundeten das Programm ab.
Brüder-Grimm-Schule: Kooperative Gesamtschule mit Orientierungsphase
Die Brüder-Grimm-Schule öffnet am 14. Februar von 10 bis 13 Uhr ihre Türen. Als einzige kooperative Gesamtschule am Ort bietet sie neben dem direkten Einstieg in den Gymnasialzweig eine zweijährige Orientierungsphase in der Förderstufe an.
"Wir ermöglichen es Familien, die Entscheidung zwischen Haupt- oder Realschule erst nach einer fundierten Orientierungsphase zu treffen", erläutert Schulleiter Heiko Striening. Bereits am 10. Februar findet um 19 Uhr ein Informationsabend in der Cafeteria statt.
Besonders bemerkenswert ist die Förderung der MINT-Fächer sowie die mehrjährige Kooperation mit der Universität Kassel im Bereich Mathematik. Diese Begabtenförderung zeigt, wie Bildungsgerechtigkeit durch gezielte Unterstützung erreicht werden kann.
Friedrich-Wilhelm-Schule: Gymnasium mit sozialer Verantwortung
Am 21. Februar präsentiert sich die Friedrich-Wilhelm-Schule als einziges reines Gymnasium im Werra-Meißner-Kreis von 10 bis 13 Uhr. Bereits am 18. Februar findet um 19 Uhr ein Informationsabend in der Aula statt.
Die Schule setzt wichtige Akzente mit ihren Schwerpunkten "KulturSchule Hessen" und "Schule ohne Rassismus". Diese Programme unterstreichen das Engagement für eine offene, tolerante Bildungsgemeinschaft. Neben den Profilklassen in Naturwissenschaften und Musik bietet die Schule umfassende Förderangebote und Hausaufgabenbetreuung.
Bildungsgerechtigkeit im Fokus
Die Vielfalt der Bildungsangebote in der Region zeigt, wie wichtig es ist, jedem Kind entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse und Begabungen gerecht zu werden. Die integrierten und kooperativen Gesamtschulen sowie das sozial engagierte Gymnasium bieten verschiedene Wege zu qualifizierter Bildung.
Elternbeiräte und Fördervereine begleiten alle Veranstaltungen und stehen für Gespräche zur Verfügung. Dies unterstreicht die partizipative Ausrichtung der Schulgemeinschaften und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus.