Bundeswehr verdoppelt Ausbildungsplätze für neuen Wehrdienst
Die Bundeswehr hat ihre Ausbildungskapazitäten für den kommenden neuen Wehrdienst erheblich ausgeweitet. Die Zahl der Plätze für die militärische Grundausbildung wurde auf 35.000 bis 40.000 erhöht, wie Generalleutnant Robert Sieger, Personalchef der Streitkräfte, mitteilte.
Deutliche Aufstockung der Ausbildungsplätze
"Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber den letzten Jahren", erklärte Sieger. Die zusätzlichen Ausbildungsplätze sind nicht nur für die mindestens 20.000 jungen Männer und Frauen vorgesehen, die in diesem Jahr für den neuen Wehrdienst angeworben werden sollen. Auch mehr künftige Fach- und Führungskräfte werden die Grundausbildung durchlaufen.
Aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Krieg
Währenddessen dokumentiert das oppositionelle russische Portal Mediazona in Zusammenarbeit mit dem russischen Dienst der BBC weiterhin die Verluste der russischen Streitkräfte. Auf Basis verifizierter, öffentlich zugänglicher Quellen wurden bisher 163.606 bestätigte Todesfälle russischer Militärangehöriger im Krieg gegen die Ukraine gezählt. Die Gesamtzahl russischer Gefallener wird auf rund 219.000 geschätzt.
Forderungen nach verstärkter Militärhilfe
Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Streit um Grönland und dem Ukraine-Krieg. Deutschland müsse "endlich einen wesentlich höheren Beitrag für die militärische Unterstützung der Ukraine leisten, damit Dänemark als gemessen am BIP einer der stärksten Unterstützer der Ukraine entlastet" werde, sagte er dem "Münchner Merkur".
Anhaltende Angriffe auf Zivilbevölkerung
Die russischen Streitkräfte setzten ihre Angriffe auf zivile Ziele fort. Bei Luftangriffen auf die nordöstliche Region Sumy wurden drei Frauen und ein siebenjähriges Kind verletzt, 15 Wohngebäude beschädigt. In Charkiw kam eine 20-jährige Frau bei einem Drohnenangriff ums Leben.
Besonders besorgniserregend sind die Warnungen des ukrainischen Militärgeheimdienstes vor geplanten russischen Angriffen auf Umspannwerke der drei aktiven Atomkraftwerke in der West- und Südukraine. Moskaus Strategie bestehe darin, "die Ukraine zu inakzeptablen Kapitulationsforderungen zu zwingen, um den Krieg zu beenden".