Luxushotels im Vergleich: Servicejuwelen in Frankfurt, Santiago und Luzern
Eine Suite für Musikliebhaber in Frankfurt, eine Präsidentensuite in Santiago de Chile und ein Palast am Vierwaldstättersee: Drei Luxushotels zeigen, was exzellenter Service und außergewöhnliche Gastronomie heute bedeuten. Jonas Adler hat sie getestet.
Frankfurt: The Florentin – eine Hommage an Richard Strauss
Im Frankfurter Hotel The Florentin, das zur Althoff Collection gehört, vereinen sich Geschichte und Luxus. Der historische Kern des Hauses ist die ehemalige Villa Kennedy, die mit hohem Aufwand neu interpretiert wurde. Neun Signature Suiten befinden sich in der Villa, dazu kommen rund 140 Zimmer und Suiten in den Anbauten.
Die Composer Suite ist Richard Strauss gewidmet, dessen Oper „Salome“ 1905 uraufgeführt wurde. Der Komponist widmete sie dem Londoner Bankier Edgar Speyer, der sich die Villa als Wohnsitz bauen ließ. Die Suite besticht durch edle Details: heller Parkettboden, vier Meter hohe Decken, ein Marmorbad, ein weiches Bett von Mühldorfer und ein Flügel. Unter den Gästen waren bereits EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Schauspielerin Iris Berben.
Das Gourmetrestaurant „the dune“ verdient nach Ansicht des Autors einen zweiten Michelin-Stern, vielleicht sogar einen dritten. Der Service ist außergewöhnlich: Fragen nach dem Weg werden nicht mit Beschreibungen beantwortet, sondern die Gäste werden persönlich ans Ziel begleitet.
Santiago de Chile: InterContinental – 380 Quadratmeter Luxus
Die Presidential Suite im InterContinental Hotel in Santiago de Chile misst 380 Quadratmeter und ist klassisch eingerichtet. Besonders beeindruckend sind die Designelemente, etwa eine Tapete im Wohnbereich, die auf den ersten Blick wie Fliesen wirkt. Der Interior Designer hat sie speziell für das Hotel entworfen.
Santiago bietet eine einzigartige Lage: In etwa eineinhalb Stunden erreicht man den Pazifik oder die Skigebiete der Anden, wo internationale Stars wie Michaela Shiffrin oder Marco Odermatt trainieren. Auch die Weinanbaugebiete Chiles sind nah, die nach Ansicht des Autors die besten Sauvignon Blancs der Welt produzieren.
Die Küche im InterContinental ist herausragend, obwohl Michelin hier noch keinen Stern vergeben hat. General Manager Gustavo Aizen verkörpert den charmanten Hotelier, den man in einem klassischen Haus erwartet.
Luzern: Mandarin Oriental Palace – Belle Epoque trifft Gegenwart
Das Mandarin Oriental Palace in Luzern ist ein Palast im wahrsten Sinne des Wortes. Das 120 Jahre alte Haus vereint Stil und Luxus der Belle Epoque mit modernem Komfort. Die Suite misst 120 Quadratmeter, mit Marmorbad, luxuriösem Mobiliar und Kunst.
Die Lage ist einmalig: Vor dem Haus liegt der Vierwaldstättersee, dahinter ragen die schneebedeckten Schweizer Berge auf. Das japanische Restaurant Minamo hat nur acht Plätze und einen Michelin-Stern, das Restaurant Colonnade zwei Sterne. Küchenchef Gilad Peled serviert moderne französische Küche.
Zu den Gästen zählen Tennislegende Roger Federer, Ex-Kanzlerin Angela Merkel, Schauspieler Klaus Maria Brandauer und Geigerin Ann-Sophie Mutter. Der Service ist, wie von Mandarin Oriental gewohnt, herausragend.
FAQ: Was zeichnet diese Luxushotels aus?
Welche Suite ist für Musikliebhaber besonders geeignet?
Die Composer Suite im The Florentin in Frankfurt ist Richard Strauss gewidmet und verfügt über einen Flügel. Sie verbindet Musikgeschichte mit luxuriösem Komfort.
Wie unterscheidet sich der Service in diesen Hotels?
Der Service geht weit über das Übliche hinaus. Im The Florentin werden Gäste persönlich ans Ziel begleitet, im Mandarin Oriental Palace ist der Service diskret und aufmerksam, im InterContinental Santiago steht der charmante General Manager persönlich für die Gäste bereit.
Welche kulinarischen Highlights bieten die Hotels?
Das The Florentin hat das Gourmetrestaurant „the dune“ mit Potenzial für zwei Michelin-Sterne. Das Mandarin Oriental Palace hat zwei Restaurants mit insgesamt drei Michelin-Sternen. Das InterContinental Santiago bietet herausragende Küche, die noch nicht von Michelin ausgezeichnet wurde.