Hitzewelle in Deutschland: DWD warnt vor Extremtemperaturen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag Hitzewarnungen auf fast alle Bundesländer ausgeweitet. Im Westen und Südwesten werden bis zu 38 Grad erwartet, lokal drohen Unwetter. Sozialverbände und das Deutsche Rote Kreuz fordern staatliche Schutzmaßnahmen für obdachlose und vulnerable Menschen, die den Extremtemperaturen am stärksten ausgeliefert sind.
Temperaturen bis 38 Grad erwartet
Fast ganz Deutschland steht am Freitag unter dem Einfluss der Hitze. Der DWD weitete seine Warnungen auf alle Bundesländer aus, lediglich einige Gebiete an der Ostsee sind ausgenommen. Für mehrere Regionen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und Teile Hessens gilt von 11 bis 19 Uhr eine Warnung vor extremer Hitze.
Im Westen und Südwesten Deutschlands können die Temperaturen laut ntv-Meteorologe Carlo Pfaff bis zu 38 Grad erreichen. In den übrigen Landesteilen sind 30 bis 36 Grad zu erwarten. Lediglich an den Küsten und im äußersten Norden bleiben die Werte zwischen 24 und 29 Grad. Auch im äußersten Süden gibt es vereinzelt Gemeinden ohne Hitzewarnung.
Am Donnerstag wurde in diesem Jahr erstmals die 35-Grad-Marke überschritten. Der bundesweite Spitzenwert wurde an der Station Saarbrücken-Burbach mit 35,6 Grad gemessen. In Müllheim am Oberrhein erreichte das Thermometer 35,4 Grad, in Rheinau-Memprechtshofen nahe der französischen Grenze wurden vorläufig 35,1 Grad registriert.
Unwettergefahr von den Mittelgebirgen ausgehend
Ab den Mittagsstunden drohen von den Mittelgebirgen ausgehend einzelne kräftige Gewitter, die bis in die Nacht zum Samstag anhalten können. Lokal sind Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Besonders in Südbaden und Schwaben sind bei einzelnen Gewittern schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen.
Hitze als Gesundheitsrisiko: Sozialverbände fordern staatliches Handeln
Die gesundheitliche Gefährdung durch extreme Hitze steht im Zentrum der Debatte. Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: