Heizölpreise stabilisieren sich trotz anhaltender Kältewelle
Die winterlichen Temperaturen in Deutschland haben die Nachfrage nach Heizöl zwar ansteigen lassen, doch die Preise bleiben moderat. Für Verbraucherinnen und Verbraucher stellt sich die Frage: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Nachfüllen des Heizöltanks?
Aktuelle Preisentwicklung zeigt moderate Anstiege
Seit Jahresbeginn sind die Heizölpreise gestiegen, der Anstieg fällt jedoch vergleichsweise moderat aus. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag der Literpreis bei knapp über einem Euro. Eine spürbare Entlastung war erst im vergangenen Frühjahr zu beobachten.
Der Langfrist-Rückblick zeigt, wie günstig der Brennstoff aktuell zu haben ist: Im Januar wurde der Liter zuletzt 2022 und damit noch vor dem russischen Angriff auf die Ukraine für weniger verkauft.
Experten sehen moderate Preise als Chance
Heizöl-Experte Steffen Bukold von "esyoil" kommentiert die aktuelle Lage: "Die Rohölpreise bleiben knapp unter der 70-Dollar-Marke. Die Leitsorte Brent kostet im Moment 69,6 Dollar je Barrel. Das weltweite Überangebot an Rohöl könnte auch deutlich niedrigere Preise rechtfertigen."
Bukold rät: "Wer solchen Risiken aus dem Weg gehen will, kann sich aktuell zu sehr moderaten Preisen versorgen." Er verweist dabei auf mögliche politische Unsicherheiten, die jederzeit zu Preisschwankungen führen könnten.
Preisvergleich lohnt sich für Verbraucher
Neben dem Zeitpunkt der Bestellung spielt auch der Anbieter eine wichtige Rolle. Viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer bestellen traditionell bei ihrem Stammhändler, doch gerade in Zeiten schwankender Energiepreise lohnt sich ein Vergleich über Online-Portale.
Wichtige Faktoren bei der Bestellung:
- Vergleich verschiedener Anbieter
- Berücksichtigung von Zusatzkosten wie Kilometerpauschalen
- Prüfung der Qualität und Seriosität des Anbieters
- Beachtung möglicher Mengenrabatte
CO2-Preise beeinflussen Heizölkosten
Ein wichtiger Kostenfaktor bleibt der Preis für CO2-Zertifikate. Wenn Unternehmen für ihren CO2-Ausstoß zahlen müssen, führt dies zu höheren Kosten für die Produktion und Lieferung von Heizöl. Diese Mehrkosten werden in der Regel an die Verbraucher weitergegeben.
Alternative Heizsysteme wie Wärmepumpen oder andere regenerative Anlagen können langfristig eine umweltfreundlichere und kostenstabilere Alternative darstellen.
Saisonale Schwankungen beachten
Tendenziell ist Heizöl in den kalten Monaten am teuersten, da dann die Nachfrage hoch ist. Günstige Angebote gibt es traditionell im Frühjahr und Sommer. Allerdings können geopolitische Ereignisse oder Änderungen in der Rohölproduktion diese allgemeine Tendenz beeinflussen.
Die Preise für Heizöl sind eng mit den Rohölpreisen auf den internationalen Märkten verknüpft und können durch globale Ereignisse wie politische Instabilität, Wetterbedingungen oder Änderungen in der Förderpolitik stark beeinflusst werden.